HOLLY WILLIAMS
Zufällig kommt Holly Williams aus Nashville. Dorthin ist sie nicht mit einer Gitarre und einem one-way Greyhound-Ticket gekommen, sondern sie ist dort aufgewachsen. Siebzehn Jahre lang interessierte sie das Green Hills Einkaufszentrum mehr als das legendäre Bluebird Café gleich um die Ecke. Und ihre Familie? Man lasse sich ihren Nachnamen auf der Zunge zergehen, und man denke an „Nashville“. Oh ja, die Familie Williams. Es stimmt: Hank ist ihr Großvater, Hank Junior ist ihr Vater, Hank III ihr Halbbruder... Aber das spielt eigentlich auch keine Rolle.
Here With Me
- Holly Williams
- HUMP 052
- Harmonia Mundi
3 Jahre nach dem erfolgreichen Debütalbum „The Ones We Never Knew“ veröffentlicht Holly Williams nun mit „Here With Me“ das Nachfolgealbum. In der letzten Zeit hatte sich Holly sehr zurückgezogen, auch die für 2006 geplante Deutschlandtournee mußte abgesagt werden. Infolge eines schweren Autounfalls, den sie und ihre Schwester mit gefährlichen Verletzungen überstanden haben, mußte sie eine längere Pause einlegen. Nun meldet sich die Singer/Songwriterin mit neuer Energie und neuen Aktivitäten zurück: mit jungen Designern aus Nashville kreierte sie eine neue Shopping-Kette „H. Audrey“; sie ist musikalischer Gast auf Yusufs neuesten Album „Roadsinger“, und veröffentlicht ihr zweites Album „Here With Me“ mit 11 sehr persönlichen Songs.
The Ones We Never Knew
- Holly Williams
- HUMP002
- Harmonia Mundi
Mit ihrem Debütalbum „The Ones We Never Knew“ zeichnet Holly Williams filigrane Bilder: Der Atem des Geliebten („Velvet Sounds“), unerreichbare Wünsche („Sometimes“), die Suche nach Stärke („All As It Should Be“), die Hilflosigkeit angesichts des Leids eines Anderen („Would You Still Have Fallen“), die Fähigkeit alles und jeden zu beurteilen außer sich selbst („Everybody’s Waiting For A Change“), und das Bedauern über die Wunden derer die sie geliebt hat („I’ll Only Break Your Heart“, „Cheap Parades“)...
Dieses Album ist Holly Williams pur: Von den zarten Momenten mit Sologitarre oder Gesang bis zu den mitreißenden Crescendos von Rhythmus und Streichern. „The Ones We Never Knew“ ist ein Statement, auf das jeder Singer/Songwriter stolz sein würde. Nichts daran ist maßlos: Jedes Wort ist sorgfältig gewählt, jeder Satz wohlgeformt, jede Emotion mit einer minimalen, eleganten Geste versehen. Im Laufe der CD wird sie präsenter und präsenter, als ob sie wirklich den Raum betreten würde. Und wenn der letzte Track zu Ende geht, vergeht ihre Anwesenheit, als ob ihre Aufrichtigkeit und Poesie wie der Duft eines Parfüms in der Luft verfliegen.