TUOMI
Eine “Tight-Rope-Walker” verheißt der Titel von Tuomis Debüt, und seiltänzerischen Charakter hat schon die künstlerische Biographie der 27jährigen: Als Autodidaktin entdeckt die Tochter einer finnischen Mutter und eines deutschen Vaters relativ spät die Musik, studiert an der Universität der Freien Künste in Berlin. Vom Opern- übers Jazz-Fach bis hin zu Pop und Dancefloor-Produktionen entfaltet die Nachwuchsstimme zügig ihre Aktivitäten. Mit Stefan Goldmann tummelt sie sich in Deephouse- und Elektro-Gefilden, zum Liebling der BBC-Playlisten avanciert sie mit dem Berliner Electronica-Act "Paloma". Und genau wie ihre klare, ausdrucksintensive, aber zugleich einfühlsame Stimme über den lauteren Beats eindrucksvoll wirken kann, ist sie auch ganz natürlich im akustischen Ambiente zuhause.
The Expense Of Spirit
- Tuomi
- 824252
- Indigo
Mit dem zweiten Album "The Expense Of Spirit" bestätigt das Trio Tuomi seinen Ausnahmecharakter in der internationalen Musiklandschaft. In der Besetzung Altstimme, Klavier und Kontrabass erweisen sich Kristiina Tuomi, Carsten Daerr und Carlos Bica in ihrer kongenialen Umsetzung klassischer Lyrik und eigener Songtexte erneut als Meister im noch zu bestimmenden Genre. Sind doch ihre Kompositionen mehr denn je im romantischen Kunstlied, in der keltischen Mörderballade oder im skandinavischen Folksong anzusiedeln - und begeistern trotzdem auch Popfans. Der derzeit gängige Soft-Soul-Jazz hat eine Alternative bekommen!
Tightrope Walker
- Tuomi
- 7053045656-29
- Indigo
Den hauchend-balladesken Ton beherrscht Kristina Tuomi genauso wie eine mädchenhafte, neckische Laune, und fulminant ist ihr Vermögen, sich von verhaltenen bis zu mächtigen expressiven Sequenzen zu steigern. In viele Charaktere schlüpft die Deutsch-Finnin während des abwechslungsreichen Repertoires. Das stammt zumeist aus der Werkstatt von Carsten Daerr, greift neben reinen Originalkompositionen aber auch auf Verse eines spannenden literarischen Spektrums zurück. Feierliche, getragene Töne in einer Shakespeare-Vertonung, eine Noise-Miniatur, die einen Suzanne Vega-Song paraphrasiert, Anklänge an Bartók, eingerahmt durch zwei Poe-Poeme, die mit ihrem versonnenen Charakter eine stimmungsvolle Klammer um das Opus bilden.