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LHASA

Lhasa de Selas dunkle, sanfte Stimme ist durchflutet von unzähligen, undurchdringlichen Reflexionen und ihre immense Verletzlichkeit wird durch ihre subtile Botschaft und bewegenden Texte mutig verleugnet. Darüber hinaus besitzt Lhasa so etwas wie einen zeitlosen Wert, etwas, das Ihresgleichen unbedingt haben wollen: Sie ist präsent. Wenn sie auf der Bühne ist, verkörpern ihre Stimme, ihre Bewegungen und der Ausdruck in ihren Augen jede einzelne Note, bis zum Moment des Schweigens am Ende eines jeden Songs. Alles an ihr ist lebendig – ein unruhiger, zitternder Puls zieht sich durch ihre Existenz, als ob man die ewige Magie des Lebens fortlaufend feiern müsste.

The Living Road

“The Living Road” ist ein offeneres Album und weist gleichzeitig mehr Nuancen auf als “La Llorona”. Es wird nicht der einfache Weg gegangen und sich populären Gewohnheiten unterworfen, noch weniger wird die Musik in aktuelle Musiktrends verkleidet. Die meisten Tracks schrieb Lhasa selbst, einige zusammen mit Yves Desrosiers, Vincent Segal, Didier Dumoutier und Jérôme Lapierre. Außerdem arbeitete sie mit François Lalonde und Jean Massicotte (alte Freunde und Songschreiber-Kollegen), deren Produktion und Arrangements das perfekte Ambiente für die Songs schaffen: akustisch und ätherisch. Dies ist perfekt ausbalancierte Musik, der es an nichts fehlt.