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CHAVELA VARGAS

Chavela Vargas wurde am 17. April 1919 in Costa Rica geboren. Ihre Eltern waren arme Rancheros (Bauern) und liessen sich während ihrer Kindheit scheiden – ein Skandal für die damalige Zeit. Sie wuchs mit ihren Geschwistern auf einem Bauernhof auf, wo sie hart arbeiten musste. Mit 14 Jahren ging sie nach Mexiko, um ein besseres Leben zu haben. Sie begann, auf der Strasse zu musizieren, hatte Gelegenheitsjobs und sang in Kneipen, Bars und Tavernen. Fast mystisch, traurig, schmerzvoll, melancholisch klingt ihre Stimme zu wunderschönen, kargen Gitarrenmelodien. In Mexico City lernte sie u.a. die Maler Frida Kahlo und Diego Rivera kennen. Ihr erstes Album nahm sie 1961 auf; Konzerttourneen in Mexiko, Paris und New York folgten und machen sie zu einer Berühmtheit.

En Concierto

Sie bat in ihren Liedern um mehr Tequila, um die Traurigkeit zu ertränken ("Soy Infeliz"), forderte Karibik-Schönheiten zu Zärtlichkeiten auf ("Macorina"). Mit einem stürmischen Leben hat Chavela Vargas ihre gefühlvollen Lieder, die in Lateinamerika Gassenhauer wurden, unterfüttert. Erst Anfang der 90er Jahre begann das Comeback der heute 84jährigen, als Pedro Almodovar sie einlud, an seinen Filmen ("Kika", "Mein blühendes Geheimnis") mitzuwirken. Warner veröffentlicht mit "Chavela Vargas – En Concierto" endlich ein Album mit Live-Aufnahmen aus den Konzertsälen der Welt, unter anderem aus dem Pariser "Olympia". Die Auswahl der Titel berücksichtigt die großen Erfolge der geradlinigen Sängerin wie "Macorina", "Volver, Volver" und "Piensa en mi" und zeigt unmittelbar, warum Chavela Vargas in einem Atemzug mit Edith Piaf und Billie Holiday genannt werden muss.