YOUSSOU N'DOUR
Niemand hat für die Musik Afrikas innerhalb der letzten 20 Jahre soviel bewirkt, auf heimischem wie globalem Level. Kein anderer Künstler vom Schwarzen Kontinent hat mit solch einer Vielzahl westlicher Popstars gearbeitet, der afrikanischen Musikindustrie in vergleichbarem Maße neue Impulse gegeben. Duette mit Peter Gabriel und Sting, und vor allem "Seven Seconds", sein Welthit mit Neneh Cherry von 1994 sicherten ihm den Platz im Pop-Olymp. Der Name Youssou N’Dour steht gleichsam als Synonym für Weltmusik. Nach rund einem halben Dutzend internationaler Alben sowie unzähligen Produktionen zuhause gelingt ihm mit "Egypt " der überraschendste Coup. Aus revolutionärer Perspektive rollt der 45jährige die Historie des islamischen Senegal auf. Seine Botschaft: Die Welt des Islam ist eine friedvolle.
Egypt
- Youssou N'Dour
- Nonesuch 79694-2
- Warner
In allen Liedern kann Youssou N’Dours brillante, unglaublich wendige Stimme wie auf bisher keinem anderen Album in weitläufigen Vokalpassagen glänzen. Die Tracks erzählen von den bedeutendsten religiösen Heiligen und Führern des senegalesischen Islam.
"Die positive Seite meiner Religion muss besser verstanden werden, und vielleicht gelingt es mir, mit dieser Musik die friedvolle Botschaft des Islam zu vermitteln", fügt er hinzu. Das Album wird zum Manifest religiöser Toleranz, zum Kontrapunkt eines Missbrauches des Islam durch fanatische Ideologien.
Wo Youssou N’Dour früher wahlweise an sein senegalesisches oder europäisches Pulikum angesprochen hat, wendet er sich mit "Egypt" bewusst an die ganze Welt. Im Zeitalter von Al-Qaida und dem Irak-Konflikt sendet dieses Album die Botschaft von hass- und grenzenüberwindendem Glauben, von spiritueller Kraft aus. "Egypt" ist eine Klang gewordene, bezwingende, arabisch-afrikanische Schönheit.