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K'NAAN

„Wenn ich über meine Heimat texte und sie beschreibe, dann sehen 50 Cent wie Limp Bizkit aus“, rappt er auf dem Track „Hardcore“. K’Naan ist einmalig. Er ist ein Hip-Hop-Künstler, der einen oft vorhersagbaren und bombastischen Stil auf den Kopf stellt. Er schreibt harte, aber trotzdem sensible Texte und macht Hoffnung für die Zukunft für Somalia und Rap-Musik.

The Dusty Food On The Road

Der Rapper K’Naan aus Somalia feuerte mit acht Jahren das erste Mal eine Waffe ab. Als er elf war fand er eine Handgranate, die er aus Versehen zündete und damit seine halbe Schule in die Luft sprengte. Später musste er mitansehen, wie drei seiner engsten Freunde erschossen wurden. Das alles spielte sich in Mogadishu, der Hauptstadt Somalias ab – im Jahr 1990, als in Somalia der Bürgerkrieg wütete. Mit dreizehn floh K’Naan mit seinen Eltern in die USA, bewaffnet nur mit den paar Brocken Englisch, die er von Eric B & Rakims Platte „Paid in Full“ aufgeschnappt hatte. Kurz darauf zog die Familie nach Kanada, wo K’Naan unter der Obhut von Mos Def und Damian Marley seine erste Platte aufnahm. „The dusty foot philosopher“ ist nicht nur der Titel seines Debütalbums, so beschreibt sich K’Naan auch selbst. K’Naan ist ein Straßenpoet, der seine Erfahrungen, seine Welt, in Worte und Rhythmen fasst.