JAVASCRIPT FEHLER.

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FEMI KUTI

Wie der Vater, so der Sohn. Femi besitzt ohne Zweifel das Genie des nigerianischen Afrobeat-Superstars Fela Anikulapo-Kuti. Seine Interpretation des Afrobeat ist der spannendste Sound, den Nigeria in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Die besten Elemente des kraftvollen, polyrhythmischen Prototyps des Funk, dazu Jazz und jener Sound, der James Brown’s Beat zurück nach Afrika brachte. Femi mischt dieser genialen Formel die Frische und Ausgelassenheit des jungen Lagos und die Vorliebe der Stadt für die moderne R&B- und Dance-Musik aus Amerika und Europa bei.

Africa For Africa

Vielleicht ist „Africa For Africa“ weniger sorgfältig produziert als Femis vorangegangene Alben. Das ist aber nicht unbeabsichtigt, sondern eine bewusste künstlerische Entscheidung - dafür, den Afrobeat nicht aufzupolieren, sondern in rau und in seiner pursten Form zu belassen… Aggressiv ist das Wort der Wahl, wenn Femi über das Album spricht. Diese Punk-Energie ist selbstverständlich mit afrikanischen Gewürzen angereichert! Worte und Musik geben sich gegenseitig ein perfektes Echo ("Bad Government "), Femi ist so rachsüchtig wie noch nie, seine Worte sind so punktgenau wie noch nie ("Nobody Beg"). "Die Situation meines Volkes war auch noch nie so ernst", rechtfertigt Femi das. So wie seine Idole aus den Sechzigerjahren - Coltrane, Parker, Gillespie - trägt auch Femis militanter Geist von Zeit zu Zeit einen jazzigen Dreh mit sich, welcher der Intensität aber keinen Abbruch tut ("Politics in Africa"). Er ist mehr als nur ein Musiker: Aus dem 48 Jahre alten Komponisten ist ein wahrer Botschafter Afrikas geworden - im ehrenhaftesten Sinne.

Day by day

Die Welt ist voller Nachkommen von Berühmtheiten. Man kann sich aber niemanden vorstellen, der den Erwartungen derart gerecht wird wie Femi Kuti - Sohn von Fela, dem Begründer des Afrobeat und Staatsfeind Nummer Eins in Nigeria. Femi ist eine Rarität, ein Sprössling, dessen Karriere sich auf Talent und harte Arbeit begründet und nicht auf seinen Familiennamen.
Seine aktuelle Studioproduktion "Day by Day" wurde lang erwartet. Sieben Jahre ist "Fight To Win" nun her, vier Jahre die Live-CD "Africa Shrine". "Es war harte Arbeit, 'Shrine' am Leben zu halten", erklärt er. "Außerdem war ich auf Tour, deshalb war es schwer für mich, ins Studio zu gehen - bis wir im Sommer 2007 in Paris ankamen."

Man kann mit Sicherheit sagen, dass die lange Pause Femi inspiriert hat. Er ist upbeat, enthusiastisch und wieder in den Startlöchern. "Jeder ist jetzt wieder gut in Form," meint er, "wir müssen meine Musik neu etablieren. Wir müssen raus und live spielen. Die Plattenindustrie steht so schlecht da, wir leiden alle darunter."

 "Glücklicherweise", lacht er, "sind Afrikaner Leid gewöhnt."

The Definitive Collection

„The Definitive Collection“ vereint Femis drei Alben, darunter auch das rare erste Album mit den atemberaubenden Tracks „Wonder Wonder“ und „Survival“. Mit dabei ist außerdem sein Duett mit Rachid Taha „Ala Jalkoum“, und ein Remake von „Water No Get Enemy“ - einer der Lieblingssongs von Fela, der auf dem „Red Hot And Riot“ Tributalbum war. Ein besonderes Bonbon ist die limitierte Bonus-CD mit 10 wunderschönen Mixes.